Dienst zur mikrobiellen MALDI-TOF-Identifizierung: AccuPRO-ID®

Die mikrobielle Identifizierungsprüfung mit MALDI-TOF ergibt einen einzigartigen spektralen Protein-Fingerabdruck, der anschließend mit der validierten Accugenix®-MALDI-Datenbank zwecks Identifizierung von Bakterien, Hefen und Pilzen verglichen wird. Die AccuPRO-ID®-Lösung liefert höhere Präzisionsraten als phänotypische Methoden, produziert schnellere Ergebnisse und bietet sich als eine kostengünstigere Option für routinemäßige Umgebungsmonitoring-Programme an.

Optimierung von MALDI-TOF für die Identifizierung von Fadenpilzen

FadenpilzeIn diesem Webinar werden die Herausforderungen und Lösungen bei der Einführung der MALDI-Technologie zur Identifizierung von Fadenpilzen erörtert. Hierbei wird der Schwerpunkt auf die Probenvorbereitung und die Entwicklung der Datenbank gelegt.

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Erweitertes AccuPRO-ID®-Serviceangebot zur Identifizierung von Bakterien, Hefen und jetzt auch Fadenpilzen

Wie robust ist Ihre Strategie für die Identifizierung von Pilzen? Die Identifizierung von Pilzen stellt ein zunehmendes Anliegen in der Qualitätskontrolle von Herstellern dar. Unsere Bibliothek, kombiniert mit unserer verlässlichen Probenaufbereitung unter Verwendung spezialisierter Konidien-Agarplatten, liefert eine wesentlich höhere Identifizierungsrate als der Branchendurchschnitt.

Vorteile der mikrobiellen MALDI-TOF-Identifizierungsdienste mit Accugenix®

  • Höheres Konfidenzniveau für die Identifizierung auf Artenebene beim Einsatz von MALDI-TOF für mikrobielle Laboranwendungen.
  • Mikrobielle AccuPRO-ID® MALDI-TOF-Identifizierungsprozesse sind cGMP-konform und ISO-17025-akkreditiert.
  • Höhere Leistung gegenüber vorhandenen phänotypischen und sonstigen MALDI-TOF-Systemen dank relevanter mikrobieller Datenbanken.
  • Nachweisliche Verbesserung der Genauigkeit (30 %–40 %) gegenüber phänotypischen Identifizierungssystemen.
  • Ausgewiesene Steigerung der Reproduzierbarkeit und Wiederholbarkeit.
  • Die proprietäre mikrobielle MALDI-TOF-Datenbank Accugenix® verzeichnet einen wesentlichen größeren Umfang an Isolaten für das Umgebungsmonitoring als jedes andere im Handel erhältliche MALDI-TOF-System für mikrobiologische Labore.
  • Sie wird durch unsere AccuGENX-ID®-DNA-Sequenzierungsmethode ohne zusätzliche Kosten unterstützt.
  • SPEZIFIKATIONEN

    Bestellcodes

    Bearbeitungszeit (TAT)

    Prüfcode

    Dienstbeschreibung

    Same day

    AccuPRO-ID-0

    Der mikrobielle MALDI-TOF-Identifizierungsdienst AccuPRO-ID® für Bakterien und Hefen

    1 Tag

    AccuPRO-ID-1

    2 Tage

    AccuPRO-ID-2

    5 Tage

    AccuPRO-ID-5

    5 Tage

    AccuFUN-ID-5

    AccuPRO-ID® MALDI-TOF zur Identifizierung von Fadenpilzen

Versandtipps für Proben zur mikrobiellen MALDI-TOF-Identifizierung

Labortechniker bereitet mikrobielle Probe für den Versand vorFür die mikrobielle MALDI-TOF-Identifizierung mit AccuPRO-ID® ist frisches Wachstum erforderlich, d. h. die Proben müssen aus gesunden Lebendkulturen bestehen. Lebendkulturen sollten über Nacht bei Raumtemperatur versandt werden. Die Gesamtdauer zwischen der Inokulation der Proben bis zur Ankunft sollte 48 Stunden nicht überschreiten. Lebendkulturen, die älter als 48 Stunden sind, müssen unter Umständen subkultiviert werden.

So sollen Proben vorbereitet werden

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur mikrobiellen MALDI-TOF-Identifizierung

  • Wie werte ich den AccuPRO-ID®-Identifizierungsbericht aus?
  • Was ist Massenspektrometrie?

    Bei der Massenspektrometrie handelt es sich um ein Analyseverfahren, bei dem chemische Substanzen durch die Sortierung gasförmiger Ionen in elektrischen und magnetischen Feldern anhand ihres Masse-Ladungs-Verhältnisses identifiziert werden. Das genaue Molekulargewicht der Probe lässt sich häufig basierend auf dem Masse-Ladungs-Verhältnis berechnen. Durch die Bestimmung ihres Gewichts kann die Probe identifiziert werden. Accugenix® setzt die MALDI-TOF-Massenspektrometrie zur mikrobiellen AccuPRO-ID®-Identifizierung ein.

  • Wofür steht das Akronym MALDI-TOF?

    MALDI-TOF steht für Matrix-Assisted Laser Desorption/Ionization-Time of Flight (dt. Matrix-assistierte Laser-Desorption-Ionisierung mit Flugzeitanalyse).

  • Was ist ein Molekülionenpeak (kurz: Molpeak) bei der Massenspektrometrie?

    Die Emission eines Elektrons von einer elektrisch neutralen Verbindung führt zur Produktion eines Molekülions. Dieses Ion liefert Informationen zum Molekülgewicht, weil die Elektronenmasse im Vergleich zu der Masse eines Moleküls so gering ist, dass die Masse eines Molekülions als die Masse des Moleküls betrachtet wird.

  • Welches MALDI-TOF-System kann zur Identifizierung mikrobieller Organismen in einem mikrobiologisches Labor eingesetzt werden?

    UnsereAxcess®-MALDI-TOF-Lösung stellt die ideale Kombination aus einem präzisen Instrument und relevanten mikrobiellen Bibliotheken dar, um unternehmensintern maximale Identifizierungsraten zu erreichen.

  • Worum handelt es sich bei dem mikrobiellen MALDI-TOF-Identifizierungsprozess?

    Der Prozess beginnt damit, dass ein kleiner Anteil der zu testenden Kolonie* an einer Stelle der Platte aufgebracht und ausgestrichen wird, sodass eine gleichmäßige Schicht von Zellen gebildet wird. Anschließend wird eine organische Säurelösung aufgebracht, um die Integrität der Probe sicherzustellen.

    Anschließend wird eine zweite Lösung aus organischer Säure, eine sogenannte „Matrix“, aufgebracht, die die Probe abdeckt. Nach dem Trocknen kokristallisiert die Matrix mit den im Koloniematerial vorhandenen Biomolekülen und bildet ein Gerüst. Die Biomoleküle beinhalten Peptide und Proteine – die Zielanalyten in diesem Prozess.

    Eine Veranschaulichung des MALDI-TOF-Mechanismus

    Die Matrix bildet ein Gerüst, liefert eine Quelle von Protonen für die Ionisierung und wird einer Bestrahlung mit UV-Laser unterzogen. Um die Integrität der Probe aufrechtzuerhalten, entspricht die maximale Energieabsorbanz der Matrix der des Lasers (337 nm). Die Energie der Strahlung überträgt sich auf die Probe, was die Desorption der Hauptverbindungen ermöglicht (Übergang von der Festkörper- zur Gasphase).

    Anschließend wird die Probe durch die leicht säurehaltige Matrix ionisiert (Protonentransfer), und die aufgeladenen Peptide und Proteine beginnen ihre Reise. Nach der anfänglichen Beschleunigung beim Passieren eines elektrostatischen Felds bewegen sich die Peptide und Proteine in einer durch ihr Masse-zu-Ladung-Verhältnis definierten Geschwindigkeit in Richtung Detektor.

    Sobald die Peptide und Proteine auf die Oberfläche des mit einer halbleitenden Schicht versehenen Detektors stoßen, geben sie elektrische Impulse zu verschiedenen Frequenzen ab, die jeweils ein bestimmtes Protein identifizieren.

    Ein Großteil der Informationen stammt aus den DNA-bindenden Proteinen, dem Bruchteil des ribosomalen Proteins sowie den Hitzeschockproteinen. Neben weiteren Daten werden die Flugzeitinformationen in Massenspektrum-Daten umgewandelt, die visuell als eine Sequenz von Massenpeaks dargestellt werden und ein charakteristisches Profil eines Mikroorganismus bilden, das auch als Peptidmassenfingerprint (PMF) bezeichnet wird.

    Der abschließende Bericht enthält eine Liste der am engsten übereinstimmenden Arten, die nach ihrer Gleichartigkeit des Protein-Fingerabdrucks klassifiziert sind. Ein dazugehöriger Wert gibt die sichere Identifizierung auf Arten- oder Gattungsebene an.

    * Um optimale Ergebnisse zu erhalten, sollten nur neu gezüchtete Kolonien aus aktiv teilenden Zellen mit intakten Proteinen diesen Tests unterzogen werden.